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	<title>Anita Pleschko</title>
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		<title>Speziell für Frauen?!</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 11:12:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anita Pleschko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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		<description><![CDATA[Meine berufliche Situation hat sich (wieder einmal) stark verändert. Seit Juli bin ich hauptberuflich schwanger. Aufgrund der Notwendigkeit eines vorzeitigen Mutterschutzes, werde ich derzeit dafür bezahlt Ruhe zu geben und das Baby in meinem Bauch wachsen zu lassen. Genug Zeit also mich zu orientieren, mich auf meine neue Tätigkeit einzustimmen, Fortbildungsprogramme durchzusehen etc. Dabei stieß [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine berufliche Situation hat sich (wieder einmal) stark verändert. Seit Juli bin ich hauptberuflich schwanger. Aufgrund der Notwendigkeit eines vorzeitigen Mutterschutzes, werde ich derzeit dafür bezahlt Ruhe zu geben und das Baby in meinem Bauch wachsen zu lassen. Genug Zeit also mich zu orientieren, mich auf meine neue Tätigkeit einzustimmen, Fortbildungsprogramme durchzusehen etc.</p>
<p>Dabei stieß ich bei der Lektüre des <a href="http://www.volkshochschule.at/index.php?id=3&amp;page_id=3&amp;kfs_kursbereich=176&amp;kfs_stichwort_sub=&amp;kfs_aussenst_select_sub=&amp;kursnummer=&amp;kfs_kursbereich_sub=176" target="_blank">Kursprogramms Herbst 2009 von der Volkshochschule Salzburg</a> unter der Rubrik WIRTSCHAFT/BERUF und der Unterkategorie &#8220;Speziell für Frauen&#8221; auf folgende Angebote: &#8220;Work-Life-Balance. Besser leben mit Work-Life-Balance&#8221;, &#8220;Familienalltag im Griff. Selbstorganisation mit Familie&#8221; und &#8220;Mütter können mehr! Kompetenzen aus Familienarbeit &#8211; ein Baustein für Ihren beruflichen Erfolg.&#8221;</p>
<p>Warum sind derartige Angebote speziell für Frauen? Erwerben Väter, die Familienarbeit leisten keine neuen Kompetenzen für das Berufsleben? Müssen sie die Organisation des Familienalltags nicht erlernen? Werden sie schon von klein auf mit Puppe, Spielzeugherd und -haushaltsgeräten darauf vorbereitet? Müssen sie nicht verschiedene Rollen und Anforderungen miteinander in Einklang bringen?</p>
<p>Nach diesen verlockenden Angeboten wundere ich mich über die in der gleichen Kategorie angebotenen Seminare: &#8220;Stylingseminar&#8221; bzw. &#8220;Stylingseminar für stärkere Damen&#8221; nicht mehr.</p>
<p>Sollte ich also meine derzeitige Situation zur Fortbildung nutzen? Nach dem Besuch der Seminare kann ich meine Familie perfekt managen, erwerbe dadurch wesentliche Qualifikationen für meinen zukünftigen Beruf, kann mich dann richtig stylen, woraufhin ich sofort den Wiedereinstief schaffe und Dank VHS meine Work-Life-Balance immer im Einklang halten kann. Hoffentlich sieht das mein zukünftiger Arbeitgeber bzw. meine zukünftige Arbeitgeberin ebenso. . .</p>
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		<title>CeiberWeiber in Not</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Mar 2009 20:54:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anita Pleschko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Jahren lese ich immer wieder Artikel auf CeiberWeiber. Meiner Ansicht nach ist diese Seite für feministisch interessierte Menschen in Österreich unverzichtbar. Daher ist es mir ein Bedürfnis auf ihren Hilferuf hinzuweisen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-119 alignleft" title="cyverweiber" src="http://anita.pleschko.at/wp-content/uploads/2009/03/cyverweiber.jpg" alt="cyverweiber" width="324" height="49" /></p>
<p>Seit Jahren lese ich immer wieder Artikel auf <a href="http://www.ceiberweiber.at/" target="_blank">CeiberWeiber</a>. Meiner Ansicht nach ist diese Seite für feministisch interessierte Menschen in Österreich unverzichtbar. Daher ist es mir ein Bedürfnis auf ihren <a href="http://www.ceiberweiber.at/index.php?type=review&amp;area=1&amp;p=articles&amp;id=1108" target="_blank">Hilferuf</a> hinzuweisen.</p>
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		<title>Neulich in der Buchhandlung</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Mar 2009 21:35:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anita Pleschko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kindergarten]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich ja      &#8221;Mutter Vater Kind&#8221; von Kirsten Boje. Zu meinem Entsetzen wurde mir mitgeteilt, dass das Buch vergriffen ist und nicht wieder aufgelegt wird! Das gleiche Schicksal ereilte     &#8220;Pia will ein Baby&#8221;. Deprimiert von dieser Nachricht stöberte ich noch ein wenig in den Regalen. Als ich mich gerade zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich ja</p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-107" title="mutter-vater-kind" src="http://anita.pleschko.at/wp-content/uploads/2009/03/mutter-vater-kind.jpg" alt="mutter-vater-kind" width="351" height="480" /></p>
<p> </p>
<p> &#8221;Mutter Vater Kind&#8221; von Kirsten Boje. Zu meinem Entsetzen wurde mir mitgeteilt, dass das Buch vergriffen ist und nicht wieder aufgelegt wird! Das gleiche Schicksal ereilte</p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-108" title="pia-will-ein-baby" src="http://anita.pleschko.at/wp-content/uploads/2009/03/pia-will-ein-baby.jpg" alt="pia-will-ein-baby" width="367" height="484" /></p>
<p> </p>
<p>&#8220;Pia will ein Baby&#8221;. Deprimiert von dieser Nachricht stöberte ich noch ein wenig in den Regalen. Als ich mich gerade zum Gehen wenden wollte, stach mir ein grellgelbes Buch ins Auge.</p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-109" title="wischiwaschi-wasche-waschen" src="http://anita.pleschko.at/wp-content/uploads/2009/03/wischiwaschi-wasche-waschen.jpg" alt="wischiwaschi-wasche-waschen" width="426" height="518" /></p>
<p> </p>
<p>Die Freude über diesen Fund ist groß! Endlich gibt es einige der Gedichte aus</p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-110" title="die-wippschaukel" src="http://anita.pleschko.at/wp-content/uploads/2009/03/die-wippschaukel.jpg" alt="die-wippschaukel" width="282" height="295" /></p>
<p> </p>
<p> &#8221;Die Wippschaukel&#8221; von Friedl Hofbauer wieder zu kaufen. Sicherheitshalber habe ich gleich zwei Exemplare gekauft. Damit ich nicht wieder meines verschenke&#8230; Jahrelang war ich auf der Suche nach den Texten, die mich fragmentarisch schon so lange begleiten. Beim Wäsche waschen, am Spielplatz, bei Regenwetter im Winter &#8211; stets hallte das Echo der wischiwaschi Waschmaschine und der Eis zapfen zapfen hoch tief immer wieder in mir nach Punkt, Komma, Punkt.</p>
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		<title>Frauenpower aus Sicht der JVP</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jan 2009 21:46:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anita Pleschko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ÖVP]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[Salzburg]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl 09]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Durchblättern der SN sprang mir heute ein Inserat der Jungen ÖVP Salzburg ins Auge. Eine junge Frau in einem Hauch von Nichts verlässt einen Autorücksitz mit den Worten: &#8220;Wenn mein Freund unseren Verkehr so planen würde, fliegt er raus.&#8221; Frau läßt fahren, läßt planen (auch den &#8220;Verkehr&#8221;) &#8211; und kann nicht einmal grammatikalisch richtig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Durchblättern der <a href="http://www.salzburg.com/nwas/index.php?article=DText/vrui~le8xkt3y8ppmg9ltck&amp;img=&amp;text=&amp;mode=&amp;section=thema%20wahl09&amp;channel=thema&amp;sort=" target="_blank">SN</a> sprang mir heute ein Inserat der Jungen ÖVP Salzburg ins Auge. Eine junge Frau in einem Hauch von Nichts verlässt einen Autorücksitz mit den Worten: &#8220;Wenn mein Freund unseren Verkehr so planen würde, fliegt er raus.&#8221; Frau läßt fahren, läßt planen (auch den &#8220;Verkehr&#8221;) &#8211; und kann nicht einmal grammatikalisch richtig sprechen! </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-103" title="jvp" src="http://anita.pleschko.at/wp-content/uploads/2009/01/jvp.jpg" alt="jvp" width="385" height="563" /></p>
<p> </p>
<p>Auf der <a href="http://www.wir-machen-salzburg.at/fun/" target="_blank">Wahlseite der JVP </a>finden sich noch mehr sexistische, grammatikalisch falsche Plakate mit ähnlich stumpfen, sexualisierten Sujets, die Eigendefinition &#8220;Frauenpower&#8221;, ein &#8220;Blog&#8221; und ein klassisches Kontaktformular als einzige Kommentarfunktion. </p>
<p>Mit dem Slogan &#8220;back to black&#8221;,  &#8221;Frauenpower&#8221; und vielen schon nicht mehr zweideutigen Bildern und Sprüchen wirbt die JVP um junge Menschen unter 30. Es bleibt zu hoffen, dass diese  dafür nicht zu begeistern sind &#8230;</p>
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		<title>Familienbild?</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 20:54:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anita Pleschko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>

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		<description><![CDATA[Sonderbares Photo, das der ORF zur Illustration der Steuerreform verwendet. Mann quetscht Kind, halbnackte Frau lächelt dazu. Werde nicht ganz schlau daraus, empfinde es jedoch als abstoßend.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-99" title="steuerreform_familie_2q_f" src="http://anita.pleschko.at/wp-content/uploads/2009/01/steuerreform_familie_2q_f.jpg" alt="steuerreform_familie_2q_f" width="285" height="109" /></p>
<p>Sonderbares Photo, das der <a href="http://www.orf.at/090114-33870/index.html" target="_blank">ORF </a>zur Illustration der Steuerreform verwendet. Mann quetscht Kind, halbnackte Frau lächelt dazu. Werde nicht ganz schlau daraus, empfinde es jedoch als abstoßend.</p>
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		<title>VOR GAR NICHT ALLZU LANGER ZEIT</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Dec 2008 11:05:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anita Pleschko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
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		<description><![CDATA[Männer, die selbstbewußt vertreten, wie sich die Pilleneinnahme zur Empfängnisverhütung auf Frauen auswirkt. Die wissen, dass sich die Libido der Frau dadurch erhöht oder verringert und dass es eventuell zu Gewichtszunahmen kommt. Andere Nebenwirkungen wären keine zu erwarten. Andererseits schädigt die Pille womöglich die Kinder oder Enkelkinder. Die Pilleneinnahme erfordere jedoch ein gewisses Maß an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Männer, die selbstbewußt vertreten, wie sich die Pilleneinnahme zur Empfängnisverhütung auf Frauen auswirkt. Die wissen, dass sich die Libido der Frau dadurch erhöht oder verringert und dass es eventuell zu Gewichtszunahmen kommt. Andere Nebenwirkungen wären keine zu erwarten. Andererseits schädigt die Pille womöglich die Kinder oder Enkelkinder. Die Pilleneinnahme erfordere jedoch ein gewisses Maß an Intelligenz, die vererbt wird &#8211; folglich werden die intelligenten Frauen verhüten, die dummen nicht und die Gesellschaft verblöden! </p>
<p>Männer, die dazu befragt werden, ob die Pilleneinnahme zur Empfängnisverhütung durch Frauen wünschenswert ist oder nicht, die Überlegungen anstellen, ob Frauen dadurch zu Prostituierten werden könnten.   Männer, die die Gesellschaft aufrufen mit Frauen, als dem schwächeren Teil zu leben.</p>
<p>Männer, die mit dreißig noch nicht heiraten können, weil sie noch studieren und dadurch noch keine Familie erhalten können. </p>
<p>Gesetze, Sozialarbeiterinnen &#8211; ein gesellschaftliches System, das ledigen Müttern das Recht auf ihre Kinder nimmt, ihnen die Fähigkeit zur Erziehung abspricht. </p>
<p>Das Bewusstsein, dass das Verhältnis von ledigen Müttern zu ihren Kindern selbstverständlich neurotische Grundzüge birgt &#8211; im Gegensatz zu normalen (das heißt verheirateten) Müttern. Frauen, die unverheiratet Kinder zur Welt bringen, sehen diese als ihren einzigen Halt, sind dumm, wurden durch Karenzgeld und Geburtenprämie dazu verführt, etc. Sie müssen jedenfalls streng beaufsichtigt und erzogen werden. Kein Wort von den Vätern.</p>
<p>Ehemänner als einzige Chance für Mütter ihr Kind behalten zu können, die Obsorge für das Kind zu erhalten -innerhalb von max. zwei Jahren zu finden.   Erste verklemmte Ansätze zu einer abstrakten Sexualerziehung. Ausgerichtet auf ehelichen Verkehr. Frauen als natürlicher Weise empfindsamere, Nach innen gerichtete Wesen &#8211; erklärt aufgrund der Geschlechtsorgane.</p>
<p> </p>
<p>Frauenbild in Österreich. Vor rund dreißig Jahren. Daran gemessen ist viel geschehen. Das bewusst gemacht, macht vieles begreifbarer. Umso unerträglicher die Selbstgerechtigkeit mit der viel zu viele Männer und Frauen eine Gleichstellung der Geschlechter in Österreich als Selbstverständlich behaupten und mit dem Finger auf patriachale Systeme in MigrantInnenfamilien zeigen. </p>
<p>Hoffnung auf weitere Schritte. Angst vor Rückschritten. Bewusstmachen. In Erinnerung rufen. Weiterhin für Gleichberechtigung eintreten. </p>
<p>Selbst ein Bild machen: </p>
<p><a href="http://www.videoactive.eu/VideoActive/VideoDetails.do?id=VA_ORF2008040711122236&amp;sw=" target="_blank">Sexualerziehung</a> <a href="http://www.videoactive.eu/VideoActive/VideoDetails.do?id=VA_ORF20080407112624321&amp;sw=" target="_blank">Die Pille</a> <a href="http://www.videoactive.eu/VideoActive/VideoDetails.do?id=VA_ORF20080408125750357&amp;sw=orf" target="_blank">Ledige Mütter</a></p>
<p>und noch mehr lebendige Zeitgeschichte:  <a href="http://www.videoactive.eu/VideoActive/TopicSearch.do" target="_blank">europäisches Video- Fernseharchiv</a>  </p>
<p> </p>
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		<title>Der DUNKELZIFFER ein Gesicht</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Dec 2008 17:58:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anita Pleschko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich sitze im Zug. In einem Sechserabteil. Neben mir eine ältere Dame, die gerade ihr neugeborenes Enkelkind im Spital besucht hat und nun auf dem Weg nach Hause ist. Beim Einsteigen haben wir ein paar Worte gewechselt. Jetzt schläft sie. Der Vollmond scheint ins Abteil. Mir gegenüber ein Mann &#8211; um die vierzig. Aus Rücksicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sitze im Zug. In einem Sechserabteil. Neben mir eine ältere Dame, die gerade ihr neugeborenes Enkelkind im Spital besucht hat und nun auf dem Weg nach Hause ist. Beim Einsteigen haben wir ein paar Worte gewechselt. Jetzt schläft sie. Der Vollmond scheint ins Abteil. Mir gegenüber ein Mann &#8211; um die vierzig. Aus Rücksicht auf die Dame hat er mich gebeten, das Licht im Abteil auszumachen. Einverstanden. Mit seinen Versuchen zur Kontaktaufnahme bin ich nicht einverstanden. Nach allzuhäufigem versehentlichen Anstoßen mit dem Fuß an meinem Bein und wiederholtem Rückzug meinerseits werde ich langsam wütend. Wenn jetzt nicht gleich Schluß ist, stehe ich auf und mache Licht und sage, dass ich meine Ruhe will.</p>
<p>Ein tolpatischger Flirtversuch. Ein harmloser Übergriff. Graubereich.</p>
<p>Alltag im Leben einer Frau?! Bestätigung einer Attraktivität und somit Kompliment?! Nein, danke!</p>
<p>Ich will nicht angestarrt werden. Von einem fremden Mann nicht mit den Augen ausgezogen, nicht berührt werden. Ich will nicht klar und laut sagen müssen, dass ich nicht begraptscht werden will. Ich will, dass das selbstverständlich ist.</p>
<p>Die Situation erinnert mich an Gespräche mit Freundinnen. Als vor rund zwei Jahren eine nach der anderen im Laufe der Zeit von Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen zu erzählen begann. Von einem Raub mit Vergewaltigung im Urlaub und dem verzweifelten Versuch einer Anzeige, die daran scheiterte, dass &#8220;so etwas bei uns nicht vorkommt&#8221; und folgerichtig auch nicht angezeigt werden kann. Von vielen verschiedenen Fomen von Übergriffen. Zwei schafften Anzeigen. Eine der Anzeigen versandete irgendwo, nachdem der damalige Täter sich angeblich vor Jahren aus Österreich abgemeldet hat. Eine führte zu einer Verurteilung. Eine. Es war eine schmerzhafte Zeit. Eine Zeit in der die Dunkelziffer ein Gesicht bekam. Viele Gesichter. Jene meiner Freundinnen zum Beispiel. Mein eigenes. Seither sehe ich manchmal im Bus, im Wartezimmer von ÄrztInnen, in Lokalen, &#8230; von Frauengesicht zu Frauengesicht und gebe der Dunkelziffer weitere Gesichter.</p>
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		<title>CHANGE</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Nov 2008 20:55:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anita Pleschko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[nonsens]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein langer, spannender, aufregender &#8211; ja historischer Wahlkampf ist zu Ende. Obama wurde zum neuen Präsidenten von Amerika gewählt. Und nun soll er kommen: der Wandel Von ihm ist nun überall die Rede. In Fernsehbeiträgen, in Zeitungsartikeln, in blogs, in onlinevideos, an der Bushaltestelle, am Spielplatz etc.  Selbst das Wetter hat davon Wind bekommen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein langer, spannender, aufregender &#8211; ja historischer Wahlkampf ist zu Ende. <a href="https://donate.barackobama.com/page/contribute/dnc08splashnd" target="_blank">Obama</a> wurde zum neuen Präsidenten von Amerika gewählt. Und nun soll er kommen: der Wandel</p>
<p>Von ihm ist nun überall die Rede. <a href="http://news.google.at/news?hl=de&amp;tab=wn&amp;ned=de_at&amp;nolr=1&amp;q=change&amp;btnG=Suche" target="_blank">In Fernsehbeiträgen, in Zeitungsartikeln</a>, in <a href="http://technorati.com/tag/change?authority=a4&amp;language=de" target="_blank">blogs</a>, in <a href="http://www.youtube.com/results?search_query=obama+change&amp;search_type=&amp;aq=f" target="_blank">onlinevideos</a>, an der Bushaltestelle, am Spielplatz etc. </p>
<p>Selbst das Wetter hat davon Wind bekommen und von Herbst auf Frühling umgestellt &#8211; mit Vogelgezwitscher in strahlend hellem Sonnenschein. Sogar in meinem Kämmerchen ist er schon spürbar. Den ganzen Tag war ich damit beschäftigt auszumisten, einzusortiern, umzugestalten. Und dort kam er mir wieder unter. Die alten Schulunterlagen, die beim herumräumen aus dem Regal fielen, riefen ihn wach. Ich erinnerte mich an jene grauen Herbsttage, in denen ich aus dem Klassenfenster strarrte in Tagträumereien vertieft. Damals hieß er noch nicht Change. Er nannte sich Wandel. Plötzlich war er in meinem Kopf &#8211; spazierte dort im Kreis. Schließlich schrieb ich die paar Sätze nieder, obwohl sie für mich kaum einen Sinn ergaben. Wahrscheinlich bis heute keinen ergeben. </p>
<p>Aber da bereits so <a href="http://www.google.com/search?hl=en&amp;q=obama+change&amp;btnG=Search" target="_blank">viele</a> schöne, große, <a href="http://www.google.at/reader/view/?hl=de&amp;tab=wy#stream/feed%2Fhttp%3A%2F%2Ffeeds.feedburner.com%2Fmisik" target="_blank">geschichtsträchtige</a> Worte gesprochen wurden. Da ich dem Geschehen der letzten Stunden, Tage und Wochen, was diese Wahl angeht ähnlich überfordert folge, wie jenem dieser Tage, gebe ich die Zeilen hier wieder, die ich damals noch ohne jede Sensibilität für Emanzipation oder gleichberechtigte PartnerInnenschaft fest hielt:</p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><em>Ein Wandel </em><em></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><em>wollt mal wandeln gehn</em><em></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><em>da sah er eine Wandel stehn</em><em></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><em>die Wandel war so lieblich</em><em></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><em>die Wandel war so fein</em><em></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><em>da packte sie der Wandel </em><em></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><em>und führt sie in sein Heim</em><em></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><em>die Wandel war erschrocken</em><em></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><em>die Wandel war entzückt</em><em></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><em>der Wandel hätt vor Glück </em><em></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><em>sie beinahe erdrückt</em><em></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><em>bald gab es viele Wandelein</em><em></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><em>und Wandeln obendrein</em><em></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><em>die Zeit verging </em><em></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><em>sie blieb nicht stehn</em><em></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><em>die Wandeln wandel’n sich</em><em></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><em>sie wurden alt</em><em></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><em>sie wurden grau</em><em></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><em>Was dann ?</em><em></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><em>Ich weiß es nicht genau. </em></span></p>
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		<title>Immer wieder AMS</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Nov 2008 19:48:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anita Pleschko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute hatte ich meinen vierten AMS-Termin &#8211; bei meinem vierten Betreuer (männlich formuliert: Geschlechterverhältnis bisher tatsächlich: genau 50:50).   Nach nur 10 Minuten über der vorbestimmten Zeit werde ich hereingebeten. Der Betreuer verschanzt sich sofort wieder hinter seinem PC, murmelt auf die Tastatur blickend Begrüßungsfloskeln um sich anschließend für die Verzögerung zu entschuldigen! Der Kollege [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hatte ich meinen vierten AMS-Termin &#8211; bei meinem vierten Betreuer (männlich formuliert: Geschlechterverhältnis bisher tatsächlich: genau 50:50).</p>
<p> </p>
<p>Nach nur 10 Minuten über der vorbestimmten Zeit werde ich hereingebeten. Der Betreuer verschanzt sich sofort wieder hinter seinem PC, murmelt auf die Tastatur blickend Begrüßungsfloskeln um sich anschließend für die Verzögerung zu entschuldigen! Der Kollege ist nicht da&#8230; Erstaunt, versichere ich, dass ich dafür durchaus Verständnis aufbringen kann. </p>
<p>Kurze Frage an den Monitor (oder doch an mich?), ob sich etwas getan hätte, was ich sicherheitshalber verneine. Die nächsten Minuten wird die Dauerfröhlichkeit auf Ö3, die die Arbeit gleich viel schneller vergehen lässt, wie eine auf Ö3 gesendete Hörerin verkündet, nur durch gelegentliches Tippen unterbrochen. Mein Betreuer seufzt auf: &#8220;Es ist schon Schade. Ein Monat ist vergangen und wir haben auch nichts für sie gefunden.&#8221; Es folgt noch ein wenig deprimiertes getippe. Um ihn ein wenig aufzumuntern berichte ich von gescheiterten Bewerbungsversuchen meinerseits. Er wendet sich &#8220;wenn es nur so einfach wäre&#8221; murmelnd oder seufzend zu mir um und schiebt mir meine Terminkarte zu. Nächster Termin am 5.12. &#8211; wieder ein Monat Zeit nichts zu finden. Ich verabschiede mich mit einem Händedruck und erhasche tatsächlich einen direkten Blick ins Gesicht. </p>
<p> </p>
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		<title>Vereinbarkeit als Fitnessprogramm</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 21:19:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anita Pleschko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Jedes Wochenende beglückt mich dm mit einem Gratismagazin rund um die Themen: Schönheit, Gesundheit und was man sonst noch alles kaufen kann. Meistens blättere ich es durch, lese hie und da auch einen Absatz daraus. Doch diesesmal lässt mich ein Artikel nicht mehr los. Neben dem großformatigen Photo einer jungen, durchgestylten Frau in hellbeigen Mäntelchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jedes Wochenende beglückt mich <a href="http://www.dm-drogeriemarkt.at/dmAHomepage/generator/dmA/Homepage/active_20beauty/active_20beauty_20Magazin/ab__Magazin__Erkl_C3_A4rung.html" target="_blank">dm </a>mit einem Gratismagazin rund um die Themen: Schönheit, Gesundheit und was man sonst noch alles kaufen kann. Meistens blättere ich es durch, lese hie und da auch einen Absatz daraus. Doch diesesmal lässt mich ein Artikel nicht mehr los. Neben dem großformatigen Photo einer jungen, durchgestylten Frau in hellbeigen Mäntelchen und weiß gewandetem Baby auf dem Arm prangt der vielversprechende Titel: Unbemerkte Kalorienkiller. Propagiert wird das &#8220;Fitnessprogramm, das weder Zeit noch Geld kostet&#8221;. Es besteht aus: &#8220;staubsaugen, einkaufen, telefonieren, kochen &#8230;&#8221;</p>
<p>Im Folgenden wird der Alltag einer Marie geschildert, die morgens zwei Kinder versorgt, die Betten richtet, acht Stunden arbeitet (in einem Büro, in dem sie die meiste Zeit &#8211; sechs Stunden &#8211; mit Tippen verbringt), am Heimweg einkauft, die Kinder vom Kindergarten abholt, mit den Kindern spielt, kocht, putzt, staubsaugt, danach den Rasen mäht, die Hecke schneidet und die Wand in der Küche neu ausmalt (weil ein Kind zum Spaß Nudeln mit Tomatensoße an die Wand schmeißt &#8211; macht der liebevollen Mutter aber nichts aus, da ein Sohn schon immer eine rote Wand wollte und ausmalen doch schnell erledigt ist). Um halb acht (!) ist alles erledigt und der arme durch Überstunden erschöpfte Gatte betritt die Bühne. Er darf sich ausruhen, während sie noch schnell Klavier spielt. Danach werden die (bis dahin sicherlich friedlichen, gut ausgeruhten Kleinkinder) gemeinsam ins Bett gebracht (ganz der liebevolle Familienvater). Das Ehepaar trinkt Wein, sieht einen Liebesfilm im Fernsehen und hat anschließend noch erfüllten Sex (als vergnügliche &#8220;eheliche Pflicht&#8221; umschrieben)</p>
<p>Die Frau hat alles gemacht, was sie musste (Sex ist die Draufgabe) und hat dabei genug Kalorien verbrannt. Wenn sie sich dabei gesund ernährt hätte, würde sie jetzt mit einer Traumfigur belohnt.</p>
<p>Diesen Artikel schleppe ich mit mir rum. Ich kaue an dem Frauenbild, das hier vermittelt wird. Natürlich ist es überzeichnet und darf nicht ganz ernst genommen werden. Aber ist es das wirklich? Ist es nicht genau dieser Spagat zwischen Haushalt, Arbeit, Kindern, Partner, der Frauen &#8220;umbringt&#8221;, ins burn-out, in die Tabletten- und Alkoholsucht treibt, sie krank macht und verzweifeln läßt? Ist es nicht das Bild der perfekten Frau, die eine liebevolle Mutter, perfekte Hausfrau, beruflich erfokgreich und attraktive Geliebte ist. Das Bild, das in den Hinterköpfen sitzt und gegen das immerzu angerannt wird.</p>
<p>Marie erledigt selbstverständlich alle Wege zu Fuß und benützt keinen Fahrstuhl. Die hübsche Frau vom großformatigen Photo begegent der Leserin auf einem kleineren Bild wieder. Jetzt sind auch der schwarze Minirock und die Riemchenhighheels sichtbar.</p>
<p>Sicher sollte ich den Artikel nicht ernst nehmen, die ganze Zeitung nicht ernst nehmen. Aber ich finde es bedenklich und bedrohlich, wenn dieses Frauenbild transportiert wird. Wenn Frauen und Männern suggeriert wird, dass Frauen für all diese Tätigkeiten zuständig sind, dass die Vereinbarkeit von Haushalt, Kindern und Beruf ein Kinderspiel &#8211; oder noch besser so etwas wie ein kostenloses Fitnesszentrum ist.</p>
<p>Der Artikel zum Reinlesen:</p>
<p><a href="http://anita.pleschko.at/wp-content/uploads/2008/10/dm1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-91" title="dm1" src="http://anita.pleschko.at/wp-content/uploads/2008/10/dm1-300x197.jpg" alt="" width="300" height="197" /></a></p>
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